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Typische Produkte

Im Laufe des ganzen Jahres finden in Friaul Julisch Venetien zahlreiche önogastronomische
Veranstaltungen und Feste statt: eine leckere Chance, um ein Wochenende im Namen
guter Küche und erlesener Weine zu verbringen, und um typische Produkte einzukaufen.
Jedes Ereignis stellt die Chance dar, einen oder mehrere unvergessliche Tage zusammen
mit der hiesigen Bevölkerung zu verbringen, wobei Sie die Tafelfreuden mit der
Entdeckung eines der Tausenden von Kunst- und Naturschätzen verbinden können, die nur
Friaul Julisch Venetien anbieten kann! Um Weine zu kosten, deren Geschichte kennen zu
lernen und sie direkt bei den Herstellern einzukaufen, können Sie sich an die etwa 120
Weinkeller der Bewegung des Weintourismus (Movimento Turismo del Vino) wenden, die
auf den direkten Kontakt zu den Konsumenten in den Weinkellern setzt und jedes Jahr am
letzten Maisonntag die Veranstaltung Offene Weinkeller organisiert.

Die Küche
Eine Mischung von Düften und Geschmäcken, die auf ethnische und kulturelle Einflüsse
zurückzuführen ist: die hiesige Kochkunst ist das Kind des Gebietes (Meer, Berge, Ebene,
Hügel) und der Kulturen, so vielfältig wie die Landschaft selbst. Die Kochkunst des Friaul
Julisch Venetien entsteht aus der Vereinigung von drei großen Kochtraditionen:
der mitteleuropäischen, der venetischen und der slawischen, zu denen sich die
bodenständige gutbürgerliche Küche aus der Gegend gesellt. Botschafter der Region sind
der Montasio-Käse und der Schinken San Daniele, die wie das Öl des Triester Karstes
Produkte geschützter Herkunft (DOP) sind. Hinzu kommen zahlreiche ausgezeichnete
Produkte, die man einfach mal kosten soll und die meistens handwerklich und in
beschränkten Mengen hergestellt werden. Um nur einige davon zu erwähnen:
er Tabor-Käse aus dem Karst-Plateau oder der geräucherte Schinken aus Sauris, die Pitina
(eine gewürzte Wurst) aus der Gegend um Pordenone, die Bohnen aus dem Karn (jedes
Dorf bietet eine unterschiedliche Sorte an), der rohe Schinken aus dem Karst, das aismehl
aus Mortegliano, das kaltgepresste Olivenöl des Collio und der Östlichen Hügel. Fleisch,
Milchprodukte, Wurstwaren, Gemüse und Hülsenfrüchte sind die Hauptzutaten der
schmackhaften friaulischen Küche, die auf einfachen Rezepten und naturreinen Produkten
basiert. Typisch friaulisch sind Frico (feingehobelter Bergkäse, der in einer Pfanne langsam
angebraten wird, bis er zu einer Art angeschwollener Omelette wird; Kartoffeln oder
Zwiebeln können hinzugefügt werden), Musèt e Brovada (Kochwurst mit in Most
eingelegten Rüben), Gersten- und Bohnensuppe sowie zahlreiche andere Suppen, die
karnischen Cjalsòns (eine Art Ravioli mit süß-saurer Füllung), die Gubana (typische
schneckenförmige Süßspeise aus dem Natisonetal, gefüllt mit in Likör eingelegtem
Dörrobst, Rosinen, Zitronat).

Der Wein
Zur Zeit gibt es acht DOC-Gebiete (mit kontrollierter Herkunftsbezeichnung), aus denen
einige der erlesensten italienischen Weine stammen, die die Besonderheiten der lokalen
Kochkunst veredeln. Am Meer liegen die Gebiete Doc Friuli – Aquileia, Friuli – Latisana,
Friuli – Annia; in der Ebene die Gebiete Doc Friuli – Grave und Isonzo; auf den Hügeln die
Gebiete Doc Collio und Colli Orientali del Friuli (hier befindet sich auch das einzige
regionale und hochwertige DOCG-Gebiet – Qualitätsbezeichnung mit kontrollierter Herkunft
– Ramandolo). Schließlich im Triester Hinterland das Gebiet Doc Carso. Im Mittelpunkt der
Weißweine steht der Tocai Friulano, trocken und samtig, strohgelb, mit blumigem und
fruchtigem Aroma; Friauler betrachten ihn als den Wein für jede Gelegenheit, er ist der
Mittelpunkt des Tajut-Rituals, d.h. des unvermeidlichen Aperitiv-Treffens. Ein weiterer
autochthoner Weißwein ist der Ribolla Gialla, dessen Reben seit dem 14. Jh. auf den
Hügeln von Rosazzo angebaut werden. Und endlich die Perlen der friaulischen
Weinbaukunde, die süßen Weißweine: der Picolit (einst ein königlicher Wein, der am
kaiserlichen Tisch serviert wurde und jetzt als Meditationswein gilt, der am Ende der
Mahlzeit in kleinen Schlucken wie Cognac zu kosten ist) und der Verduzzo Friulano, mit
dessen Reben auch der Ramandolo, der einzige regionale DOCG-Wein, produziert wird.
Unter den autochthonen Rotweinen ist der Refosco dal peduncolo rosso am bekanntesten,
dazu kommt der Schioppettino, genauso kernig, der zur Verfeinerung im Holzfass und
einer langen Alterung in Flaschen geeignet ist. Außer den autochthonen Weinen finden wir
vorzügliche Weine internationaler Herkunft vor, deren Reben sich nach jahrzehntelangem
Anbau in der Region "eingewöhnt" haben und dem hiesigen Terroir bestens entsprechen:
Pinot Grigio, Bianco und Nero, Chardonnay, Merlot, Cabernet Franc und Sauvignon,
Gewürzweine wie Sauvignon, Gewürztraminer, Rhein-Riesling, italienischer Riesling, Müller
Thurgau, Moscato Giallo, Moscato Rosa. Typisch sind die sog. Frasche oder
Straußwirtschaften der kleinen Weinhersteller (der friaulische Name geht auf die
Laubzweige – frasche – zurück, die als Schild dienen), in denen der neue Wein offen,
direkt aus dem Familienkeller, mit Käse und Wurstwaren angeboten wird.

Der Schnaps
Friaul Julisch Venetien ist nicht nur dank seinen Weinen, sondern auch den Destillaten und
den Schnäpsen (Grappa) bekannt. Die Grappa hat sich vom Abfallprodukt der
Weinherstellung in ein edles und samtiges Destillat verwandelt, das man zu Ende der
Mahlzeit zu sich nimmt; ihre verdiente Berühmtheit verdankt sie geschickten Produzenten,
die deren Aroma hervorgehoben und die traditionelle Bearbeitung veredelt haben. |
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